Was ist ZPL? Zebra Programming Language für Einsteiger
Sie laden ein Versandetikett herunter und sehen ^XA und ^FO statt eines Bildes. Das ist ZPL: Anweisungen, die ein kompatibler Drucker in Text, Barcodes und Grafiken umsetzt. Sie können diese Anweisungen lesen und in einer Vorschau prüfen, bevor Sie etwas drucken.

Was ist ZPL?
ZPL steht für Zebra Programming Language, eine von Zebra entwickelte Befehlssprache für Etikettendrucker. Heute ist damit meist ZPL II gemeint, die spätere Version in aktuellen Druckerhandbüchern. Sie beschreibt Textpositionen, Barcodes und Bilder und wird für Versand-, Produkt- und Lageretiketten eingesetzt.
Mit den Standardpräfixen beginnen Formatbefehle mit ^ und Steuerbefehle mit ~. Ein Etikettenformat beginnt mit ^XA und endet mit ^XZ. Es handelt sich um Anweisungen, nicht um ein PDF oder Foto: Ein Renderer oder kompatibler Drucker setzt sie in ein Etikett um.
Wie sieht ZPL aus?
Dieses Minimalbeispiel setzt das Wort Hello auf ein Etikett. Kopieren Sie nur den Codeblock in den Viewer; die Erläuterungen stehen separat, damit der Code direkt verwendbar bleibt.
^XA
^FO50,50
^A0N,40,40
^FDHello^FS
^XZ| Befehl | Bedeutung |
|---|---|
^XA | Beginnt ein neues Etikettenformat. |
^FO50,50 | Setzt den Feldursprung auf x = 50, y = 50 Druckpunkte relativ zum Etikettenursprung. |
^A0N,40,40 | Wählt Schrift 0, normale Orientierung (N) und angeforderte Höhe und Breite von 40 Druckpunkten. Das sind keine 40 typografischen Punkte. |
^FDHello^FS | ^FD liefert den Text Hello; ^FS beendet das Feld. |
^XZ | Beendet das Etikettenformat. Bei diesem einfachen Auftrag kann der Drucker anschließend das Etikett ausgeben. |
Positionen und Schriftmaße sind hier Druckpunkte, keine Millimeter. 50 Punkte entsprechen bei 203 DPI etwa 6,3 mm, bei 300 DPI etwa 4,2 mm. Das Beispiel setzt den üblichen Ursprung und die normale Orientierung voraus und konfiguriert weder Etikettengröße noch Sensorik oder Kalibrierung. Wählen Sie Größe und DPI im Viewer und konfigurieren Sie den Drucker separat.
Was ist eine .zpl-Datei?
Eine typische .zpl-Datei ist eine reine Textdatei mit diesen Befehlen; sie kann mehrere Etikettenformate enthalten. Die Endung bezeichnet den vorgesehenen Zweck, macht die Datei aber nicht zu einem Bild. In Notepad, VS Code oder einem anderen Texteditor können Sie die Anweisungen lesen.
Um das Etikett statt des Quelltexts zu sehen, öffnen Sie die Datei in einem ZPL-Viewer. Speichern Sie Änderungen als reinen Text, nicht als Word-Dokument. Ein PDF in .zpl umzubenennen ist keine Konvertierung. Manche ZPL-Datenströme enthalten binäre Grafik- oder Schriftdaten; nicht jeder Druckauftrag ist vollständig lesbarer Text.
Was können Sie mit ZPL machen?
Beginnen Sie mit dem Beispiel und wählen Sie das Werkzeug für Ihren nächsten Schritt. Die Vorschau prüft das Layout; zum Drucken benötigen Sie zusätzlich ein kompatibles Gerät, passende Etiketten und eine funktionierende Verbindung.
Etikett ansehen
Öffnen Sie eine .zpl-Datei oder fügen Sie Code ein, um das Layout ohne Drucker zu sehen.
ZPL-Viewer öffnenLayout bearbeiten
Ändern Sie Text, Positionen und Größen im Editor und prüfen Sie das Ergebnis.
ZPL-Editor öffnenAls PDF exportieren
Erstellen Sie ein PDF zum Weitergeben oder für einen dokumentbasierten Druckablauf.
ZPL in PDF konvertierenLogo hinzufügen
Wandeln Sie ein Bild in ZPL-Grafikdaten um und fügen Sie es in das Etikett ein.
Bild in ZPL konvertierenBei Logos ist ^GFA der Grafikfeldbefehl ^GF mit A als Auswahl für ASCII-Hexadezimaldaten. Danach folgen Bytezahlen, Bytes pro Zeile und codierte Bilddaten, kein PNG-Dateiname. Der Bildkonverter bereitet eine monochrome Grafik vor. ^BC erzeugt Code-128-Barcodes, ^BQ erzeugt QR-Codes.

Etikett drucken
Senden Sie ZPL als unveränderte Druckeranweisungen mit passender Software, etwa Zebra Setup Utilities für unterstützte Modelle. Beim Drucken aus einem Texteditor kann der Code selbst auf dem Papier landen. Prüfen Sie Sprache, Größe und DPI und testen Sie ein Etikett vor dem Stapel. Eine Browservorschau stellt keine Druckerverbindung her.
ZPL und andere Druckersprachen
EPL und TSPL sind weitere Etikettendruckersprachen mit anderer Syntax. Ein Gerät kann durch Firmware oder Emulation mehrere Sprachen unterstützen, doch ein anderer Dateiname übersetzt keine Befehle. Vergleichen Sie ZPL und EPL, bevor Sie eine Vorlage auf einem anderen Drucker verwenden.
Häufige Fragen
Ist ZPL kostenlos oder Open Source?
Sie können ZPL mit einem Texteditor schreiben und Zebras öffentlich verfügbare Befehlsdokumentation lesen. Dadurch wird ZPL nicht zu einem Open-Source-Softwareprojekt. Editoren, Konverter, Schriften und Druckersoftware haben eigene Lizenzen und können kostenlos oder kostenpflichtig sein.
Benötige ich einen Zebra-Drucker?
Zum Lesen, Bearbeiten oder Anzeigen ist kein Drucker nötig. Für den direkten Druck benötigen Sie einen Zebra-Drucker oder ein anderes Gerät, das die benötigten ZPL-Befehle ausdrücklich unterstützt. Die Emulation hängt von Modell und Firmware ab. Ein PDF-Export kann über einen PDF-Druckablauf gedruckt werden.
Wie öffne ich eine .zpl-Datei?
Lesen Sie die Befehle in einem Texteditor oder öffnen Sie die Datei im ZPL-Viewer, um das Etikett darzustellen. Wählen Sie die vorgesehenen Maße und DPI für eine aussagekräftige Vorschau.
Was unterscheidet ZPL von ZPL II?
ZPL II ist die spätere Version von Zebras ursprünglichem ZPL. Häufig wird ZPL II einfach ZPL genannt. Verwenden Sie für neue Vorlagen die von Ihrem Modell unterstützte ZPL-II-Dokumentation; alte Befehle und Druckermodi müssen sich nicht identisch verhalten.
Offizielle Quellen
Über den Autor
Eduard Diaz
Eduard Diaz ist IT-Techniker (Entwicklung) bei S-IE, einem offiziellen Zebra-Partner mit über 20 Jahren Erfahrung in Identifikations- und Etikettierungsdiensten. Er entwickelt und pflegt EditorZPL, um die Arbeit mit ZPL und Zebra-Etikettendruckern zu erleichtern.
s-ie.cat