Zebra GK420d oder GK420t kalibrieren: Schritt für Schritt
Überspringt Ihre GK420d oder GK420t Etiketten, zieht mehrere leere Etiketten ein oder verschiebt den Druckanfang, prüfen Sie die Materialerkennung. Beide Modelle werden über FEED und Blinkgruppen kalibriert. Hier finden Sie automatische und manuelle Kalibrierung sowie einen Kontrolltest.
Die Kurzfolge: einmal blinken, Pause, zweimal blinken
Bei eingeschaltetem Drucker, geschlossener Abdeckung und dauerhaft grünem Statuslicht FEED halten. Die Gruppe mit einem Blinksignal abwarten und nach den zwei Signalen der nächsten Gruppe loslassen, bevor die Dreiergruppe beginnt. Das Ende des Vorschubs abwarten.

GK420d und GK420t: die Unterschiede
Die FEED-Folge zur Materialkalibrierung ist bei beiden gleich. Der praktische Unterschied liegt in Drucktechnologie und Materialvorbereitung:
GK420d
Thermodirektdruck: verwendet Thermoetiketten ohne Farbband. Geeignetes Material und die richtige Ausrichtung der bedruckbaren Seite prüfen.
GK420t
Unterstützt Thermotransfer mit Farbband und passendem Material oder Thermodirektdruck mit Thermoetiketten. Druckmodus und Verbrauchsmaterial müssen zusammenpassen.
Vorbereitung: Material und Druckerstatus
Laufende Aufträge beenden lassen. Die Rolle muss frei drehen, Etiketten unter den Führungen liegen und dürfen nicht eingeklemmt sein. Bei der GK420t im Thermotransfermodus auch das Farbband richtig einlegen. Abdeckung schließen und Störungen zuerst beheben. Bei neuem Materialtyp, anderer Größe oder unregelmäßigem Vorschub kalibrieren.
Automatische Kalibrierung: zwei Blinksignale
Mit eingeschaltetem, bereitem Drucker beginnen. Die Signale erscheinen in Gruppen: eins, Pause, dann zwei. Die Taste zwischen den Gruppen gedrückt halten.
- Geschlossene Abdeckung und dauerhaft grünes Statuslicht prüfen.
- FEED halten. Während der ersten Gruppe mit einem Signal weiter gedrückt halten.
- Die nächste Gruppe mit zwei Signalen abwarten. Nach dem zweiten Signal loslassen, bevor die Dreiergruppe beginnt.
- Normalerweise werden ein bis vier Etiketten zur Messung vorgeschoben. Nicht öffnen oder am Material ziehen; Bereitschaft abwarten.
Vorschub prüfen und Test drucken
FEED mehrmals kurz drücken. Bei getrennten Etiketten soll jeder Druck ein vollständiges Etikett vorschieben und den nächsten Anfang gleich positionieren. Danach drei Exemplare desselben Layouts drucken. Bei richtigem Vorschub und verschobenem Druck Formatgröße, Ränder und Treiber prüfen.
Beispiel für 50 × 30 mm bei 203 DPI: ^PW400 und ^LL240, drei Exemplare mit ^PQ3. Maße vor dem Senden anpassen. Der ZPL-Test ändert weder den thermischen Druckmodus noch die Sensorkalibrierung.
^XA
^PW400
^LL240
^FO24,24^GB352,192,2^FS
^FO40,90^A0N,24,24^FDGK420 TEST^FS
^PQ3
^XZManuelle Kalibrierung: sieben Blinksignale
Bei vorgedrucktem Material, Aufdruck auf dem Träger oder fehlerhafter automatischer Erkennung verwenden. Material vollständig einlegen; hierfür muss kein Abschnitt der Etiketten vom Träger entfernt werden.
- Bei eingelegtem Material, geschlossener Abdeckung und eingeschaltetem Drucker FEED halten.
- Die Gruppen mit einem bis sechs Signalen abwarten, ohne loszulassen. Nach dem siebten Signal der Siebenergruppe vor Ende des Auswahlzyklus loslassen.
- Der Drucker stellt die Erkennung ein, schiebt Material vor und druckt ein Sensorprofil. Das Profil bei Bedarf zur Diagnose aufbewahren.
- Anschließend FEED einmal kurz drücken: ein vollständiges leeres Etikett soll vorgeschoben werden. Drucktest wiederholen.
Wenn weiterhin Etiketten übersprungen werden
Zuerst den Vorschub mit FEED prüfen, danach den Softwareauftrag. So lassen sich Erkennungs- und Formatprobleme unterscheiden.
FEED schiebt mehrere Etiketten vor oder stoppt falsch
Materialweg, eingestellten Materialtyp und Sensorreinigung laut Handbuch prüfen. Bei schwarzen Markierungen oder Vordruck die Eignung für die Sensorik prüfen. Kalibrierung wiederholen oder manuell kalibrieren.
Nur Softwareaufträge funktionieren nicht
Maße in Treiber und Layout prüfen: ^PW, ^LL, ^LT und ^LS. Falsche Größen oder Softwareeinstellungen können den Druck trotz richtigem FEED-Vorschub verändern.
GK420t transportiert, druckt aber nicht oder meldet Farbbandfehler
Thermotransfer oder Thermodirektdruck prüfen. Material, Farbband und Treibermodus müssen zusammenpassen. Kalibrierung behebt kein falsch eingelegtes Farbband oder ungeeignete Etiketten.
Es wird nur ein Konfigurationsetikett gedruckt
FEED wurde in der ersten Gruppe losgelassen. Im Bereitschaftszustand neu beginnen und bis zum Ende der nächsten Zweiergruppe halten.
Häufige Fragen
FEED zwei Sekunden halten?
Keine feste Zeit verwenden. Die Einergruppe abwarten, während der Pause halten und nach der folgenden Zweiergruppe vor der Dreiergruppe loslassen.
Braucht die GK420d ein Farbband?
Nein, sie druckt thermodirekt. Die GK420t benötigt im Thermotransferbetrieb ein Farbband. Die Materialkalibrierung ist identisch.
Was ändert sich nach manueller Kalibrierung?
Sensoreinstellungen werden gespeichert und automatische Kalibrierung deaktiviert. Laut Handbuch ist zum Aktivieren ein Reset nötig. Einstellungen vor der Vierergruppe prüfen und notieren.
Geht es ohne Computer?
Ja, mit FEED am Drucker. Bei bestehender ZPL-Verbindung entspricht ~JC laut Zebra der automatischen Kalibrierung. Der Befehl muss den Drucker erreichen; eine Vorschau kalibriert keine Hardware.
Weitere Anleitungen
Offizielle Zebra-Dokumentation
- Zebra GK420d: Feed Button Modes
- Zebra GK420t: FEED Button Modes
- Zebra GK420d: Manual Calibration
- Zebra GK420t: Manual Calibration
- Zebra GK420t: Support and media/ribbon setup
Mit den Handbüchern beider Modelle abgeglichen. Die Bilder sind eigene EditorZPL-Schemata. Die Vorschau prüft das Layout; der Sensor wird am Drucker kalibriert.
Über den Autor
Eduard Diaz
Eduard Diaz ist IT-Techniker (Entwicklung) bei S-IE, einem offiziellen Zebra-Partner mit über 20 Jahren Erfahrung in Identifikations- und Etikettierungsdiensten. Er entwickelt und pflegt EditorZPL, um die Arbeit mit ZPL und Zebra-Etikettendruckern zu erleichtern.
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